Forschung & Studien · Peptid-Grundlagen
GLOW Peptid-Blend (GHK-Cu + Epithalon): Zusammensetzung und Forschung im Überblick
Peptika Redaktion · Veröffentlicht · Aktualisiert · 3 Min. Lesezeit

GLOW ist eine multikomponentige Forschungsformulierung. Die Hauptbestandteile sind das Kupfer-Tripeptid GHK-Cu (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer, CAS 49557-75-7, ca. 340,4 Da) und das Tetrapeptid Epithalon (Ala-Glu-Asp-Gly, ca. 390,4 Da). Als Blend besitzt GLOW keine einzelne Summenformel; die Eigenschaften ergeben sich aus dem Zusammenspiel der Komponenten.
Woraus besteht der GLOW-Blend?
GLOW kombiniert mehrere bioaktive Peptide zu einer 70-mg-Forschungsformulierung. Im Zentrum stehen GHK-Cu, ein körpereigenes Kupfer-bindendes Tripeptid, und Epithalon, ein synthetisches Tetrapeptid, das in der Epigenetik- und Longevity-Forschung untersucht wird. Diese Kombination wird in Zellkulturmodellen zur gemeinsamen Analyse von Regenerations-, Anti-Aging- und Epigenetik-Signalwegen eingesetzt.
Welche molekularen Mechanismen werden den Komponenten zugeschrieben?
GHK-Cu wirkt als Kupfer-Chelat und wird in der Forschung mit der Stimulation der Kollagen-Synthese sowie von Wachstumsfaktoren wie VEGF in Fibroblasten-Kultursystemen in Verbindung gebracht. Epithalon dient in Zellkulturen als Modellsubstanz für die Aktivierung der Telomerase und die Modulation epigenetischer Prozesse. In Kombination werden additive Effekte auf Regenerations- und Alterungs-Marker untersucht.
Welche Forschung gibt es zu GHK-Cu und Epithalon?
GHK-Cu ist seit den Arbeiten von Pickart umfangreich zu Gewebereparatur und Genexpression untersucht. Epithalon geht auf die Telomer- und Pinealpeptid-Forschung von Khavinson und Kollegen zurück. Beide Komponenten zählen zu den am häufigsten zitierten Peptiden der Regenerations- und Longevity-Forschung; der GLOW-Blend bündelt sie für die kombinierte In-vitro-Analyse.
Wie wird GLOW im Forschungskontext korrekt rekonstituiert?
GLOW wird als lyophilisiertes Pulver geliefert:
- Das Vial auf Raumtemperatur kommen lassen.
- Bakteriostatisches Wasser langsam an der Glaswand entlang zugeben – nicht direkt auf das Pulver.
- Vorsichtig rollen statt schütteln, bis die Lösung klar ist.
- Gekühlt (2–8 °C) und lichtgeschützt lagern.
Das lyophilisierte Pulver ist langfristig bei -20 °C zu lagern. Alle Angaben dienen ausschließlich Forschungs- und Laborzwecken.
Wie ordnet sich GLOW in die Peptidforschung ein?
GLOW dient als Modell für die kombinierte Untersuchung mehrerer Regenerations-Signalwege. Steckbriefe der Einzelkomponenten finden sich im GLOW-Steckbrief sowie im Peptid-Lexikon; das Produkt ist auf der GLOW-Produktseite beschrieben.
Dieser Beitrag dient ausschließlich Forschungs- und Informationszwecken. Die beschriebenen Verbindungen sind nicht für die menschliche Anwendung bestimmt.
Bezugsquelle für die Forschung: GHK-Cu kaufen · GLOW kaufen — geprüfte Qualität mit chargenspezifischem Analysezertifikat (COA), HPLC- & LC-MS-getestet.
Mehr Hintergrund im GHK-Cu-Lexikoneintrag: Wirkung, Sequenz und Forschungsüberblick.
Eine ausführliche Einordnung von Wirkmechanismus, Studienlage und rechtlichem Status bietet der Übersichtsartikel GHK-Cu: Wirkung, Studien und Forschungsstand.
Die Komponenten im Vergleich
| GHK-Cu | Epithalon | |
|---|---|---|
| Aufbau | Tripeptid Gly-His-Lys mit Kupfer(II) | Tetrapeptid Ala-Glu-Asp-Gly |
| Molmasse | ca. 404 Da (mit Kupfer) | ca. 390 Da |
| Herkunft | im menschlichen Plasma nachweisbar | synthetisch, abgeleitet aus Epithalamin der Zirbeldrüse |
| Forschungsfeld | Haut, Wundheilung, Genexpression | Telomerase, Zirbeldrüse, Alterung |
| Studienbasis | Zell-, Tier- und Kosmetikstudien | vor allem russische Arbeitsgruppe um V. Khavinson |
Blend oder Einzelpeptide?
Ein Blend enthält beide Substanzen in einem festen Verhältnis in einem Vial. Das spart einen Arbeitsschritt, legt aber das Mengenverhältnis fest. Für Versuche, die die Wirkung einer einzelnen Komponente untersuchen oder das Verhältnis variieren, werden die Einzelpeptide verwendet: GHK-Cu und Epitalon. Studien zur Kombination selbst gibt es bisher nicht; die Forschung bezieht sich auf die einzelnen Peptide.


