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Forschung & Studien · Peptid-Grundlagen

GHK-Cu Anwendung und Dosierung: Creme, Serum, Kapseln oder Injektion?

Peptika Redaktion · Veröffentlicht · 2 Min. Lesezeit

GHK-Cu Anwendung und Dosierung: Creme, Serum, Kapseln oder Injektion?

GHK-Cu, der Kupferkomplex des Tripeptids Glycyl-Histidyl-Lysin, ist eines der bekanntesten Peptide der Hautforschung. Entsprechend häufig wird nach der „richtigen“ Anwendung und Dosierung gesucht, mal für Cremes, mal für Kapseln, oft auch für Injektionen. Dieser Artikel ordnet ein, was zu den einzelnen Formen tatsächlich untersucht ist.

In welchen Formen gibt es GHK-Cu?

Form Wofür Datenlage
Creme, Serum (kosmetisch) Hautpflege, als „Copper Tripeptide-1“ deklariert kleinere kontrollierte Hautstudien
Lyophilisat (Pulver im Vial) Referenzmaterial für Zell- und Tiermodelle Grundlagenforschung
Kapseln (oral) Forschung zur oralen Form keine Studien zur Aufnahme beim Menschen
Injektion keine zugelassene Anwendung keine kontrollierten Studien

GHK-Cu-Lösungen sind übrigens blau gefärbt; die Farbe kommt vom gebundenen Kupfer.

Cremes und Seren: was Studien zeigen

Die meisten Daten am Menschen stammen aus Studien mit GHK-Cu-haltigen Cremes, zusammengefasst in Übersichtsarbeiten von Pickart und Margolina (2015, 2018). Über mehrere Wochen wurden dort unter anderem eine höhere Hautdichte und -dicke, weniger feine Linien und eine verbesserte Festigkeit beschrieben. Die Studien waren klein, und viele Produkte enthielten weitere Wirkstoffe, sodass sich der Anteil von GHK-Cu nicht immer sauber abgrenzen lässt.

Konzentration: Kosmetische Produkte geben die Menge nicht immer an. Ein höherer Gehalt ist nicht automatisch besser; entscheidend sind Stabilität der Formulierung und Verträglichkeit.

Kombinationen: Diskutiert wird, stark saure Wirkstoffe (etwa hochdosiertes Vitamin C) und Chelatbildner nicht in derselben Formulierung mit GHK-Cu zu kombinieren, weil sie das Kupfer aus dem Komplex lösen können.

Haarforschung

In Zellkulturen menschlicher Haarfollikel förderten Kupfer-Tripeptide das Wachstum (Pyo et al., 2007). Daraus entstand das Interesse an GHK-Cu und dem verwandten AHK-Cu in der Haarforschung. Kontrollierte Studien am Menschen zum Haarwachstum gibt es kaum.

Kapseln: oral wirksam?

Ob GHK-Cu nach oraler Aufnahme in nennenswerter Menge unverändert ins Blut gelangt, ist nicht untersucht. Als kleines Peptid ist es im Verdauungstrakt dem Abbau durch Enzyme ausgesetzt. GHK-Cu Kapseln dienen deshalb der Forschung zur oralen Form; belastbare Aussagen zur Wirkung beim Menschen gibt es nicht. Hintergrund: Kapseln, Nasenspray oder Injektion.

Injektion: warum es keine Dosierung gibt

Für die Injektion von GHK-Cu gibt es keine kontrollierten Studien am Menschen und damit keine geprüfte Dosis. Angaben aus Foren beruhen auf Einzelberichten ohne Vergleichsgruppe. Hinzu kommen die allgemeinen Risiken der Selbstinjektion nicht zugelassener Präparate: Infektionen, Verunreinigungen und unbekannter Inhalt. Mehr dazu: Peptide spritzen und GHK-Cu Nebenwirkungen.

Lagerung und Stabilität

  • Lyophilisat: kühl (2–8 °C), trocken und lichtgeschützt; langfristig tiefgekühlt.
  • Gelöst: im Kühlschrank und innerhalb kurzer Zeit verwenden; Licht und Wärme beschleunigen den Abbau.
  • Kosmetika: nach Herstellerangabe, meist kühl und verschlossen.

Details: Peptide richtig lagern.

Häufige Fragen

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Quellen

  1. Pickart L, Margolina A. Regenerative and Protective Actions of the GHK-Cu Peptide in the Light of the New Gene Data. Int J Mol Sci. 2018;19(7):1987.
  2. Pickart L, Vasquez-Soltero JM, Margolina A. GHK Peptide as a Natural Modulator of Multiple Cellular Pathways in Skin Regeneration. BioMed Res Int. 2015;2015:648108.
  3. Pyo HK et al. The effect of tripeptide-copper complex on human hair growth in vitro. Arch Pharm Res. 2007;30(7):834–839.
  4. Europäische Kommission, CosIng-Datenbank: Copper Tripeptide-1 (INCI).
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=GHK-Cu%20topical%20skin%20study

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