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Forschung & Studien

Bakteriostatisches Wasser (BAC Water): Wofür, Anwendung & Lagerung

Peptika Redaktion · Veröffentlicht · 3 Min. Lesezeit

Bakteriostatisches Wasser (BAC Water): Wofür, Anwendung & Lagerung

Bakteriostatisches Wasser (BAC Water) ist das Standard-Lösungsmittel, um lyophilisierte (gefriergetrocknete) Forschungspeptide für die Laborarbeit zu rekonstituieren. Dieser Leitfaden erklärt, was BAC Water ist, wofür es in der Peptidforschung verwendet wird, wie es sich von anderen Wässern unterscheidet und worauf bei Anwendung und Lagerung zu achten ist.

Was ist bakteriostatisches Wasser?

Bakteriostatisches Wasser ist steriles Wasser mit einem Zusatz von 0,9 % Benzylalkohol. Der Benzylalkohol wirkt bakteriostatisch, hemmt also das Wachstum von Bakterien. Dadurch kann aus einem einmal angebrochenen Vial über mehrere Tage hinweg mehrfach entnommen werden, ohne dass die Lösung sofort verkeimt – im Gegensatz zu sterilem Einmalwasser.

Wofür wird BAC Water in der Forschung verwendet?

In der Peptidforschung werden Wirkstoffe meist als lyophilisiertes Pulver geliefert. Vor der Verwendung im Versuchsaufbau muss dieses Pulver in eine flüssige Lösung überführt – also rekonstituiert – werden. BAC Water ist dafür das gängige Lösungsmittel, weil der bakteriostatische Zusatz mehrere Entnahmen aus demselben Vial über einen typischen Forschungszeitraum erlaubt.

Die benötigte Wassermenge bestimmt die Konzentration und damit, wie viele Einheiten pro Entnahme einer bestimmten Zielmenge entsprechen. Wer die exakte Konzentration und die Einheiten berechnen möchte, kann dafür unseren Peptid-Rechner nutzen – für GLP-1-Compounds speziell den Retatrutide-Dosierungsrechner.

BAC Water vs. steriles Wasser vs. Kochsalzlösung

  • Bakteriostatisches Wasser: Steril + 0,9 % Benzylalkohol. Für Mehrfachentnahme über mehrere Tage geeignet – der Standard für die Rekonstitution von Forschungspeptiden.
  • Steriles Wasser (Einmalwasser): Ohne Konservierung. Nach dem Anbruch nur zur sofortigen Einmalverwendung gedacht.
  • Kochsalzlösung (NaCl 0,9 %): Isotonisch, aber ebenfalls ohne bakteriostatischen Schutz und für viele Peptid-Anwendungen weniger gebräuchlich.

Peptide korrekt rekonstituieren (Forschungskontext)

Im Laborumfeld gilt: Das BAC Water wird langsam an der Glaswand des Vials zugegeben, nicht direkt auf das Pulver gespritzt. Anschließend wird das Vial vorsichtig geschwenkt, bis sich alles gelöst hat – nicht geschüttelt, da Peptide empfindlich auf mechanische Belastung reagieren. Die genaue Wassermenge richtet sich nach dem Forschungsprotokoll; den Rest übernimmt die Berechnung im Peptid-Rechner. Hinweise zur richtigen Aufbewahrung findest du im Peptid-Lagerungs-Guide.

Lagerung & Haltbarkeit

Ungeöffnete Vials werden kühl und lichtgeschützt gelagert. Nach dem ersten Anstich ist BAC Water dank des Benzylalkohols typischerweise rund 28 Tage gekühlt verwendbar. Rekonstituierte Peptide gehören grundsätzlich in den Kühlschrank und sollten vor Licht geschützt werden.

Qualität & Reinheit

Für reproduzierbare Forschungsergebnisse ist die Qualität des Lösungsmittels entscheidend. Achte auf steriles, sauber abgefülltes Material. Unser Bac Water ist genau für die Rekonstitution von Forschungspeptiden vorgesehen.

Bekommt man Bac Water in der Apotheke?

Bakteriostatisches Wasser mit Benzylalkohol ist in deutschen Apotheken kein gängiges Standardprodukt. Erhältlich sind dort meist steriles Wasser für Injektionszwecke und isotonische Kochsalzlösung (0,9 % NaCl). Beide enthalten kein Konservierungsmittel: Ein angebrochenes Gefäß muss deshalb rasch verbraucht werden, während bakteriostatisches Wasser durch den Benzylalkohol nach dem Anbruch länger verwendbar bleibt. Bekannte Präparate wie „Hospira Bacteriostatic Water“ stammen aus den USA.

Benzylalkohol: was man wissen sollte

Bakteriostatisches Wasser enthält in der Regel 0,9 % Benzylalkohol. Der Zusatz hemmt das Wachstum von Bakterien nach dem Anbruch, tötet sie aber nicht sicher ab; steriles Arbeiten bleibt nötig. Benzylalkohol ist für Neugeborene ungeeignet, und manche Peptide vertragen ihn schlechter. Für diese Fälle wird steriles Wasser verwendet.

Wie viel Bac Water pro Vial?

Die Menge bestimmt die Konzentration der Lösung: Werden 10 mg Peptid in 2 ml gelöst, enthält jeder Milliliter 5 mg. Welche Konzentration ein Versuch braucht, hängt vom Protokoll ab. Die Umrechnung in Milliliter und Einheiten übernimmt der Peptid-Rechner.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen BAC Water und sterilem Wasser?

Bakteriostatisches Wasser enthält 0,9 % Benzylalkohol und erlaubt dadurch Mehrfachentnahmen über mehrere Tage. Steriles Einmalwasser hat keinen solchen Zusatz und ist nur zur sofortigen Einmalverwendung gedacht.

Wie lange ist BAC Water nach dem Anbruch haltbar?

Nach dem ersten Anstich ist es gekühlt typischerweise etwa 28 Tage verwendbar, sofern hygienisch gearbeitet wird.

Kann man Peptide mit normalem Wasser rekonstituieren?

Leitungs- oder normales Trinkwasser ist nicht steril und daher ungeeignet. Für die Rekonstitution von Forschungspeptiden wird bakteriostatisches Wasser verwendet.

Wo kann man bakteriostatisches Wasser kaufen?

Bei Peptika erhältst du es direkt hier: Bac Water kaufen.

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